Selbstliebe statt Selbstkritik
Wie oft hast du heute schon über deinen Körper nachgedacht – und warst dabei streng, abwertend, kritisch? In unserer Welt werden Körper ständig geprüft, verglichen und bewertet. Doch was wäre, wenn du statt Kontrolle eine Beziehung zu deinem Körper pflegst – mit Respekt, Freundlichkeit und Neugier? Hier ist dein sanfter Neustart.
🌼 Warum wir so hart zu uns sind
1) Kulturelle Ideale
Medien zeigen schmale Ausschnitte der Realität – gefiltert & retuschiert. Unser Blick verengt sich. Realität verliert gegen Hochglanz.
2) Gelerntes Sprechen
Wer als Kind Kommentare hörte wie „zu dick“, „zu dünn“, „zu groß“, übernimmt diese Stimme nach innen. Das Muster lebt fort – bis wir es bewusst unterbrechen.
3) Der Vergleichsreflex
Unser Gehirn liebt Muster und Rangfolgen. Ohne Bewusstsein rutschen wir in den Dauervergleich – und fühlen uns selten „genug“.
Wichtig: Vergleich ist ein Verhalten, keine Identität. Verhalten lässt sich umlernen.
Kurz zusammengefasst:
Ideale sind künstlich verengt
Innere Stimmen sind erlernt
Vergleich ist automatisiert – aber veränderbar
🌼 Was Selbstliebe wirklich bedeutet - und was nicht
Selbstliebe ist keine Zahl auf der Waage, kein perfekt getimtes Morgenritual, kein lineares „High Vibe“. Selbstliebe ist eine tägliche Entscheidung:
Verbundenheit statt Bewertung: „Ich bin auf deiner Seite.“
Neugier statt Urteil: „Was brauchst du heute?“
Freundliche Grenzen: „Ich darf Nein sagen.“
Selbstliebe ist nicht immer warm und weich. Manchmal ist sie klar, strukturiert und sagt: „Stopp, so nicht“.
🌼 Der innere Kritiker: verstehen – ohne ihm das Steuer zu geben
Negativitätsfokus: Unser Gehirn prüft Gefahren stärker als Gutes – ein uraltes Sicherheitsfeature.
Schein-Kontrolle: Selbstkritik fühlt sich an wie „dranbleiben“. In Wahrheit blockiert sie Veränderung, weil Scham unser Nervensystem in Schutz fährt.
Neuer Deal: „Danke, Kritiker, du willst schützen. Ich übernehme jetzt – mit Klarheit und Respekt.“
Mini-Skript:
„Ich höre dich. Deine Sorge ist registriert.
Für den nächsten Schritt wähle ich Freundlichkeit + Handlung.“
🌼 Alltagstaugliche Wege zu mehr Körperfreundlichkeit
1) Körperwissen sammeln: Deine Beruhigungs-Toolbox
Finde 5–10 Dinge, die dich schnell regulieren. Beispiele:
Hand auf dein Herz legen; Einatmen 4. Sek. / Ausatmen 6 Sek.
Warmes Getränk, kuschlige Decke
Frische Luft, ein kurzer Spaziergang
Lieblingssong hören
Schulterkreisen, Kiefer lösen, Nacken strecken
So nutzt du die Toolbox: Schreib die Liste in dein Handy-Notizwidget. Setze dir eine Pausenglocke (2–3× täglich).
2) Mikro-Momente der Fürsorge (unter 2 Minuten)
Lippenpflege auftragen
ein großes Glas Wasser trinken
60 Sekunden Körper dehnen
20 tiefe Atemzüge (4 Sek. ein / 6 Sek. aus)
90-Sekunden-Powernap (Augen zu, Timer an)
3) Die Spiegel-Minute (täglich, 60 Sekunden)
Stelle dich vor deinem Spiegel hin, Schultern sind gelockert.
Atme 4 Sek. ein, 6 Sek. aus.
Sage: „Das ist heute mein Körper.“
Schenke deinem Körper eine Dankbarkeit: „Danke, Beine, dass ihr mich tragt.“
Lächle dir zu- ohne Zwang.
Selbstliebe statt Selbstkritik bedeutet, deinen Körper freundlich zu begleiten statt zu bewerten. Dein Körper ist dein Zuhause. Er hat dich bis hierher getragen, durch leise und laute Tage. Beginne mit kleinen Gewohnheiten: achtsame Bewegung, nährendes Essen und klare Grenzen. Übe täglich eine Spiegel-Minute und erinnere dich: Dein Wert hängt nicht vom Aussehen ab – dein Körper ist schon jetzt genug.
Ich respektiere meinen Körper. Ich höre zu. Ich bin genug.
🧡
🎁 Mache dir selbst ein liebevolles Geschenk🎁
Manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls, um achtsamer mit sich selbst umzugehen.
Schenke dir diesen Moment – lade dir meine kostenlose Fibel „Essen mit Achtsamkeit“ herunter.